Der Latemar in den Dolomiten
Urlaub in den Bergen Südtirols

Der Name des Gebirges stammt von der verkürzten Form der altladinischen Bezeichnung „cresta de Lac-te-mara“, was so viel bedeutet wie „Bergkamm über dem See im Kar“, also dem Karersee. Aus Lactemara wurde dann Latemar, die schon im 12.Jht. erstmals dokumentierte Bezeichnung.
Die Gebirgskette des Latemar gehört zu den
Dolomiten und somit zu den südlichen Kalkalpen.
Charakteristisch sind der
abrupte Wechsel zwischen sanft gewellten Almen und den darauf sitzenden steilen Riffen aus Kalkstein. Ursachen dieser unterschiedlichen Erscheinungsformen sind unter anderem der stark gegliederte Schichtaufbau, die abwechselnde Hebung und Senkung ganzer Gesteinsblöcke mit unterschiedlichen Überflutungsphasen sowie das Aufbrechen der geschlossenen Formationen durch Magmagänge.
Das Gebirge besteht zu großen Teilen aus
Sedimentgestein, das deutlich typische Schichtungen aufweist. Dazwischen findet man auch Lagen aus
versteinerten Korallenriffen, die im absinkenden Tethysmeer der unteren Trias gewachsen waren.
Auch vulkanische Spuren lassen sich entdecken: So findet man im Latemar tiefe
Einschnitte in den Hauptkamm- nur wenige Meter breit, aber bis zu 200 Meter tief-,
an deren Grund dunkles und kissenartig abgerundetes Lava-Gestein zutage tritt.
Die Latemargruppe ist gekennzeichnet durch eine hufeisenförmige Form, die sich nach Osten hin öffnet. Die Gruppe gliedert sich in zwei Untergruppen: Die nördliche Gruppe reicht vom
Poppekanzel (2.460 m) bis zur
Torre dei Muss (2.402 m). Die zweite Gruppe türmt sich rund um den
Monte Agnello (2.358 m.ü.d.M.). Entlang des Gipfel verläuft die Grenze zwischen Südtirol und dem italienisch Trentino.
- Der Diamantiditurm ist mit 2.842m die höchste Erhebung des Latemar. Seinen Namen hat der Gipfel von dem Wiener Bergsteiger Demeter Diamantidi, der ihn am 25. Juli 1892 über die senkrechte und schwer steinschlaggefährdete Nordwand erstiegen hat – nicht als erster allerdings. Sieben Jahre zuvor, am 17. August 1885 war der Latemar-Hauptturm über die Nordwand von dem Augsburger Gustav Euringer bezwungen worden.
- Die dem Diamantiditurm folgenden Türme haben keine eigenen Namen sondern werden zusammenfassend die Westtürme bzw. Latemarpuppen genannt. Diese Türme zeigen sich zwar von Norden unnahbar und gewaltig, sind aber von der Südseite flacher abgedacht und lassen sich von dort leichter besteigen.
Der einzige
Klettersteig „Campanili del Latemar“ führt vom Karerpass 1.600m zur Latemarspitze 2.791 m.
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